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20.09.07 12:46 Thorsten Dütsch

Wowereit attestiert Deutschen Akzeptanz eines schwulen Kanzlers

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit glaubt, dass die Deutschen tolerant genug sind, um einen Homosexuellen als Bundeskanzler zu akzeptieren.

"Ich glaube, das wäre möglich, die deutsche Gesellschaft ist liberaler geworden“, antwortete er dem Magazin „stern“ in der aktuellen Ausgabe. Dennoch bekomme er auch noch „genügend Schmähbriefe, mit sexistischem Inhalt übelster Art“, sagte der SPD-Politiker, der auf einem Landesparteitag im Juni 2001 seine Homosexualität publik gemacht hatte. „Mein Outing hätte die Öffentlichkeit auch überfordern können. Das war schon ein Risiko“, sagte Wowereit rückblickend. In seiner Familie sei dagegen zuvor nie offen über seine Homosexualität gesprochen worden. Seine 1995 gestorbene Mutter habe es gewusst, „davon bin ich fest überzeugt. Aber wir haben nicht darüber geredet. Es war eben kein Thema. Sie wusste es - und fertig“, sagte Wowereit dem Magazin. In diesen Tagen erscheint Wowereits Autobiographie unter dem Titel „…und das ist auch gut so“. Mit diesem legendären Satz hatte er sich vor sechs Jahren geoutet.

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