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17.03.08 20:13 Thorsten Dütsch

Fataler Irrtum

Wie HIV-Gerüchte das Leben eines Mannes zerstörten

Zu Unrecht hatte die Kölner Polizei seit Anfang Februar einen 25-Jährigen Dürener verdächtigt, eine Kölnerin mit dem HI-Virus infiziert zu haben.

Mit einem Foto hatten die Beamten nach dem Schwarzafrikaner gefahndet, woraufhin der junge Mann seinen Arbeitsplatz verlor und von Freunden gemieden wurde. Nach ausgiebigen Untersuchungen steht nun jedoch fest, dass der Mann gar nicht HIV-infiziert ist und demnach die Immunschwächekrankheit auch nicht übertragen haben kann.

Der Mann hatte im April 2006 über das Internet eine Kölnerin kennengelernt. Nach dem Ende der Beziehung erfuhr die Frau, dass sie sich mit einer sehr aggressiven, westafrikanischen Form des HI-Virus infiziert hatte. Sie ging davon aus, dass sie von dem Nigerianer angesteckt worden sei und zeigte ihn wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung an.

Die Staatsanwaltschaft Köln stellt das Ermittlungsverfahren gegen den 25-Jährigen nun ein. Der junge Mann erwägt, eine Anzeige wegen falscher Verdächtigung und eine Schadensersatzklage gegen seine Internetbekanntschaft einzureichen.

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Kein neuer Beitrag der Arme OfflineLuc 18.03.2008
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