Studie
Weniger Menschen homosexuell als bisher angenommen?
Ein katholisches Nachrichtenportal verbreitet das Ergebnis einer kanadischen Studie, dass nur 1,4 Prozent der Erwachsenen aktiv homosexuell sein sollen.
Wie „Katholische Nachrichten“ aus Linz berichten, hätten die Forscher Paul und Kirik Cameron außerdem herausgefunden, dass mit zunehmenden Alter homosexuelle Aktivität abnehme. Warum das so ist, darüber kann Paul Cameron nur mutmaßen. Er vermutet, dass manche mit dem Alter aufhörten, homosexuell zu sein oder gestorben sind. Er verweist auf Berichte aus Skandinavien, nach denen die Lebenserwartung Homosexueller um 20 Jahre kürzer sei. Für diese Umfrage sind 121.300 Erwachsene nach ihrem sexuellen Verhalten befragt worden.
Bisherige Schätzungen
Im Allgemeinen identifizieren Bevölkerungsumfragen zwischen einem und zehn Prozent der Bevölkerung als lesbisch oder schwul. Der Kinsey-Report stufte 1948 zwischen 90 und 95 Prozent der Bevölkerung als „bis zu einem gewissen Grad bisexuell“ ein. In einer Studie zur Jugendsexualität, die 1970 vom Hamburger Institut für Sexualforschung durchgeführt wurde, gab beinahe jeder fünfte der befragten 16- und 17-jährigen Jungen an, gleichgeschlechtliche sexuelle Erfahrungen gemacht zu haben. Zwanzig Jahre später waren es dagegen nur noch zwei Prozent. Dass solche Studien jedoch nur geringen Aussagewert haben, zeigt eine repräsentative BRAVO-Umfrage aus Heft 14/97, die ergeben hat, dass 25 Prozent aller Jungs zwischen 14 und 17 schwule Erfahrungen gemacht haben. Zwei Prozent gaben an, sie seien schwul, 68 Prozent hätten nichts gegen Schwule.
Quelle: Wikipedia
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