| 09.04.08 20:27 | Thorsten Dütsch |
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Genau 75 Jahre zuvor hatten die Nationalsozialisten Hirschfelds „Institut für Sexualwissenschaft“ geplündert, das ganz in der Nähe am heutigen Kanzleramt stand. Um die Erinnerung an Hirschfeld wach zu halten, soll zudem ein Denkmal errichtet werden. Ein Neuguss der Bronzebüste Hirschfelds, die die Nationalsozialisten bei der Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 ins Feuer warfen, soll zu diesem Zweck am Spreeufer aufgestellt werden.
Der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg und der Bürgermeister des Bezirkes Mitte rufen dazu auf, den Bau des Hirschfeld-Denkmals mit einer Spende zu unterstützen. Spenden ab 1000 Euro sollen auf dem Sockel des Denkmals erwähnt werden.
Der Sexualwissenschaftler Dr. Magnus Hirschfeld war der wohl wichtigste Vertreter der ersten Homosexuellenbewegung. 1897 gründete er das Wissenschaftlich-humanitäre Komitee (WhK), die weltweit erste Organisation, die gegen die Diskriminierung Homosexueller kämpfte. Zu dessen ersten Initiativen gehörte eine Petition zur Abschaffung des § 175, der die männliche Homosexualität kriminalisierte. Nach Hitlers Machtübernahme ging Hirschfeld ins französische Exil, wo er 1935 starb.
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