Es kann geheiratet werden
Kalifornisches Gericht kippt Homo-Ehen-Verbot
Jubel bei Kaliforniens Schwulen und Lesben: Der Oberste Gerichtshof des US-Bundesstaates hat das Verbot der Homo-Ehe aufgehoben.
Gavin Newsom, Bürgermeister der amerikanischen Homo-Hochburg San Francisco, kämpfte für Homo-Ehe. Foto: Wikipedia
Es verstoße gegen die Verfassung, befanden die Richter in einer knappen Entscheidung. Rund 50 Homosexuelle hatten gegen das Verbot geklagt. Die Gegner der Homo-Hochzeit sind wütend. Sie wollen weiter für eine Ehe ausschließlich zwischen Mann und Frau kämpfen, wie sie vor acht Jahren die Mehrheit der Kalifornier in einem Volksentscheid gefordert hatte.
Das Urteil ist ein Sieg für San Franciscos Bürgermeister Gavin Newsom, der 2004 das Ja-Wort für Schwule und Lesben einführte. Es sei unumgänglich, die Tür sei nun weit offen, sagte Newsom. Es werde Homo-Ehen geben, das sei die Zukunft, und die beginne jetzt. Mehr als 4.000 Paare ließen sich damals innerhalb eines Monats trauen, dann verhängte das Gericht einen Stopp. Später erklärten die Richter die Ehen für ungültig, weil der Bürgermeister seine Befugnisse überschritten habe.
Der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger hat sich
erst vor kurzem für die Homo-Ehe ausgesprochen. Er wollte sie aber lange Zeit nicht einführen, weil er sich an den Volksentscheid halten wollte.
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