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23.05.08 13:34 Kai Tillmann

„Don’t ask, don’t tell“

Diskussion um Homo-Verbot in US-Armee

Erstmals hat ein Bundesgericht in den USA entschieden, dass homosexuellen Soldaten nicht so ohne Weiteres der Dienst in der Armee verwehrt werden darf.

Ein Sergeant der US Army. Foto: WikipediaEin Sergeant der US Army. Foto: Wikipedia

Damit muss nun die so genannte „Don’t ask, don’t tell“-Regelung überprüft werden. Nach dieser Regelung werden homosexuelle Soldaten zwar toleriert, solange ihre sexuelle Orientierung geheim bleibt. Seit 1993 hat die US-Armee rund 12.000 Soldaten entlassen, weil ihre Homosexualität bekannt geworden ist. Eine lesbische Krankenschwester in der Armee hatte gegen diese Regelung geklagt. Sie wurde nach über 20 Jahren Dienst bei der Luftwaffe wegen ihrer sexuellen Orientierung entlassen. In erster Instanz wurde die Klage wie üblich abgewiesen, das Bundesgericht hatte aber jetzt entschieden, dass die Streitkräfte eine nähere Begründung vorlegen müssen, in der sie erklären, warum Homosexualität den Ausschluss aus der Armee rechtfertige.

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