Schwuler Ehrenmord
Protestbrief an türkischen Botschafter
Die Hirschfeld-Eddy-Stiftung zeigt sich in einem Brief an den türkischen tief betroffen über den vermeintlich ersten Ehrenmord eines Schwulen in Istandbul.
In der vergangenen Woche wurde der türkische Student Ahmet Yildiz in Istanbul erschossen. Er engagierte sich in der Gay-Community. Freunde vermuten hinter der Tat einen politischen Hintergrund. Es gebe Anzeichen, dass der offen
schwul lebende Student Opfer der als „Ehrenmord“ bezeichneten Praxis familiärer Hinrichtung geworden ist.
Die LSVD-nahe
Hirschfeld-Eddy-Stiftung hat sich heute an den Botschafter der Republik Türkei gewandt und fordert eine Intensivierung der Aufklärungsbemühung. „Hassverbrechen an Schwulen, Lesben und Transsexuellen muss entschieden entgegengetreten werden“. Die türkischen Behörden hatten sich trotz wiederholter Morddrohungen nicht um einen Schutz von Ahmet Yildiz gekümmert, heißt es.
Der Botschafter wird in dem Brief zudem gebeten, sich bei der Regierung dafür einzusetzen, dass türkische Behörden die Sicherheit von schwul-lesbischen Menschenrechtsaktivisten garantieren. Projekte, die sich um den Abbau von Vorurteilen und Hass bemühen, müssten Unterstützung bekommen.
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