CSD München
Tausende Menschen feiern CSD in München
Tausende Menschen haben am Samstag mit einer bunten Parade beim Christopher Street Day in München für mehr Toleranz und Gleichstellung demonstriert.
Unter dem Motto „Wir wollen mehr. Für München“ sind bei teils strömendem Regen rund 35 Wagen und Gruppen durch die Münchner Innenstadt gezogen. Das schlechte Wetter sorgte dafür, dass deutlich weniger Zuschauer kamen, als in den vergangenen Jahren.
Oberbürgermeister und Schirmherr Christian Ude hob in seiner die Probleme hervor, mit denen Schwule und Lesben nach wie vor an Schulen, am Ausbildungs- und Arbeitsplatz zu kämpfen haben. „Vor Ort ist längst nicht alles so tolerant und selbstverständlich, wie es in der öffentlichen Darstellung erscheint“, betonte er. Mit scharfer Kritik reagierte das Stadtoberhaupt auf Demonstranten, die gegen die Veranstaltung mit Plakaten wie „Toleranz für Heterofamilien“ oder „Keine Zwangshomosexualisierung“ protestierten. „Mit dieser Intoleranz wollen wir in München nichts zu tun haben“, rief Ude.
Thomas Niederbühl, Stadtrat der Rosa-Liste machte sich für weitere Verbesserungen beim Lebenspartnerschaftsgesetz stark. „Die Lebenspartnerschaft ist keine Ehe. Wir haben viele Pflichten und wenig Rechte“, machte er deutlich.
Den Abschluss fand der CSD mit einem Straßenfest, zahlreichen Partys und dem traditionellen „Pumps“-Rennen. Die nächsten CSDs sind am kommenden Wochenende in Lübeck, Bielefeld und Siegen.
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