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20.05.07 11:01 Thorsten Dütsch

Tausende Menschen demonstrieren in Warschau für ihre Rechte

„Liebe Deinen Nächsten“: unter diesem Motto haben am Samstag tausende Menschen an der Gleichheitsparade teilgenommen.

Bild: Grüne JugendBild: Grüne Jugend

Die Festwagen rollten in den Farben des Regenbogens und Europas durch die polnische Hauptstadt. Zugegen waren auch 25 Abgeordnete aus Parlamenten anderer Länder. Aus Deutschland waren unter anderem die Grünen-Politiker Claudia Roth und Volker Beck sowie der FDP Politiker Michael Kauch dabei. Dies sei ein „Tag der Solidarität“, sagte die Grünen-Parteichefin Roth. „Wir sind zusammen hier, um für Demokratie zu kämpfen, gegen jede Form von Diskriminierung

und Homophobie.“, so Roth weiter. Die niederländische Europa-Abgeordnete Sophie Int Veld erklärte, in Polen schüfen prominente Mitglieder der Regierung ein Klima der Angst und des Hasses gegen Homosexuelle, insbesondere Bildungsminister Roman Giertych.

„So etwas wird das Europäische Parlament nicht zulassen“

Nach Polizeiangaben nahmen rund 2500 Menschen an der Parade teil. Viele Plakate und Spruchbänder der Gleichheitsparade richteten sich gegen die nationalkonservative polnische Regierung. Sie hat in dieser Woche einen Gesetzentwurf vorgelegt, mit dem jede Aufklärung über Homosexualität in den Schulen verboten werden soll. So etwas werde das europäische Parlament nicht zulassen, versprach Int Veld den Demonstranten.

Die Parade konnte in diesem Jahr erstmal ohne Probleme vorbereitet werden. In den vergangenen Jahren war sie teils verboten, teils behindert worden. Die neue liberalkonservative Warschauer Oberbürgermeisterin war nach Angaben der Veranstalter sehr kooperativ, ganz im Gegensatz zur ihrem Vorgänger Lech Kaczynski, der heute Staatschef ist.

Wegen Kaczynskis Verbot der Gleichheitsparade 2005 war Polen Anfang Mai vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte verurteilt worden.

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