Jamaikanischer Hass-Sänger
Sizzla sagt Konzert in Deutschland ab
Auf der Homepage des Chiemsee Reggae-Festivals, welches im August stattfindet, teilen die Veranstalter mit, dass der homophobe Hass-Sänger Sizzla beim Festival nicht auftreten wird.
Er erhalte
kein Einreisevisum, weil er im europaweiten „Schengen Informationssystem“ gelistet ist. Wer auf dieser Liste steht, darf nicht in den europäischen Raum einreichen.
Axel Hochrein vom Lesben- und Schwulenverband (LSVD) sieht die Bemühungen des Verbandes bestätigt. „Hierzulande darf kein Interpret auftreten und auch noch Geld verdienen, der zu Mordtaten an Schwulen und Lesben aufruft und für Morde an Schwulen auf Jamaika womöglich mitverantwortlich ist“, so Hochrein.
Der schwulenfeindliche Reggae-Sänger Beenie Man soll allerdings nach wie vor auftreten, obwohl auch er zum Mord an Schwulen aufruft. In einem Lied träumt er von einem „neuen Jamaika“: „Kommt, lasst uns alle Schwulen exekutieren“, gibt er zum Besten. In Interviews hat er sich gegen den schwulen Lebensstil ausgesprochen.
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