Sexueller Missbrauch bei der Diakonie
Der Leiter einer der größten diakonischen Einrichtungen in Deutschland ist nach Vorwürfen sexueller Belästigung von seinem Amt zurückgetreten.
Wie das christliche Nachrichtenportal „idea“ berichtet, soll ein Pfarrer mehrere Männer im Rahmen eines psychologischen Projekts sexuell belästigt haben. Der 56-jährige ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Von homosexuellen Neigungen sei in seiner Amtszeit nichts bekannt geworden, sagte der Hauptgeschäftsführer der Rummelsberger Dienste für Menschen. Die Landeskirche hat bereits ein Disziplinarverfahren gegen ihn eingeleitet. Die Staatsanwaltschaft in Nürnberg prüft derzeit die Aufnahme eines Ermittlungsverfahrens.
„Wenn die beschriebenen körperlichen Kontakte zutreffen, würden sie auf jeden Fall eine Amtspflichtverletzung darstellen“, sagte die Chefjuristin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Sollte sich der Mann einer Amtspflichtverletzung schuldig gemacht haben, seien verschiedene Disziplinarmaßnahmen von einem Verweis bis hin zur Entfernung aus dem Dienst möglich.
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