Geschlechtskrankheit Syphilis
Schwule häufiger von Syphilis betroffen
Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilt, hat sich die Zahl der Syphilis-Ansteckungen innerhalb von fünf Jahren verdoppelt.
Der Syphilis-Erreger ist ein schraubenförmiges Bakterium. Foto: Wikipedia
Hat es 2001, dem ersten Jahr der Meldepflicht, nur knapp 1700 Ansteckungen gegeben, waren es im vergangenen Jahr fast 3200 Fälle. Verantwortlich dafür ist eine größere Sorglosigkeit und häufiger Partnerwechsel.
Nach Angaben des RKI stecken sich homosexuelle Männer besonders häufig mit der Geschlechtskrankheit an. 73 Prozent aller Betroffenen sind Männer, die mit anderen Männern Sex haben.
Berlin hat mit 168 gemeldeten Fällen auf eine Million Einwohner die höchste Infektionsrate. Dagegen waren die Bundesländer Schleswig-Hostein, Brandenburg und Thüringen am wenigsten betroffen. Hier waren es weniger als 20 Fälle pro einer Million Einwohner.
Hirnschäden können die Folge sein
Syphilis wird vor allem beim Sex übertragen, kann aber gut behandelt werden. Im Frühstadium führt die Krankheit unbehandelt zu Hautgeschwüren. Im Spätstadium kann die Krankheit unter anderem eine Hirnhautentzündung und Demenz auslösen. Auch HI-Viren werden bei einer akuten Syphilis-Infektion leichter übertragen. Schützen kann man sich, wie bei HIV, durch die Benutzung von Kondomen.
PRIDE1aktuell – stündlich einfach besser informiert
| Das kann jeden treffen | 05.08.2007 |
Schreibe auch einen Leserkommentar zu diesem Artikel
Um selbst einen Kommentar zu schreiben, musst du eingeloggt sein.
