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12.10.07 15:28 Thorsten Dütsch

Coming Out Day

Schwul-lesbische Journalisten fordern mehr Fairness

Zu offensivem und tolerantem Umgang mit dem Thema Homosexualität ruft der Bund lesbischer und schwuler Journalistinnen und Journalisten (BLSJ) auf.

Logo des internationalen Coming Out Days. Grafik: WikipediaLogo des internationalen Coming Out Days. Grafik: Wikipedia

"Eine faire Berichterstattung verbessert nicht nur die Toleranz, sondern hilft Menschen ganz konkret, offen und selbstbewusst zu ihrer Sexualität zu stehen“, wirbt Axel Bach vom Bundesvorstand des BLSJ anlässlich des Coming Out Days am gestrigen Donnerstag. Journalisten in Deutschland könnten dadurch helfen, das Menschenrecht auf sexuelle Selbstbestimmung zu fördern. Jeder sollte sich selbst überlegen, wie sein Leben wohl wäre, wenn er sich nicht zu seiner Sexualität zu bekennen traut, so Bach.

„Journalisten können dabei doppelt als Vorbilder vorangehen: zum einen durch eine ehrliche und faire Berichterstattung über Lesben und Schwule. Zum anderen können Journalisten durch das eigene Öffentlich machen in ihrem Redaktionsumfeld für einen toleranten Umgang werben. Dann merken die Kollegen, dass Lesben und Schwule ganz normale Kollegen sind“, sagt Axel Bach weiter. Werde Homosexualität jenseits von bunten CSDs als so selbstverständlich dargestellt, wie sie ist, könne das junge Menschen zu einem Coming-out als Befreiungsschlag ermutigen.

Über den Coming Out Day

Der Coming Out Day wird jedes Jahr am 11. Oktober begangen und wurde Ende der 80-er Jahre in den USA ins Leben gerufen. Mit ihm ist die Forderung nach der Gleichberechtigung ebenso verbunden wie der Aufruf, Lesben und Schwule sollten sich öffentlich zu ihrer sexuellen Orientierung bekennen.

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