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06.05.07 12:30 Thorsten Dütsch

Schock bei CSD-Organisatoren in Leipzig

Am Abschlusstag des Christopher-Street-Days in der Messestadt planen Neonazis einen Aufmarsch.

Die Organisatoren des Leipziger Christopher-Street-Days sind geschockt. Denn genau an dem Tag, an dem die einwöchige Veranstaltungsreihe mit einer großen Demonstration durch die Innenstadt zu Ende gehen soll, will der Hamburger Neonazi Christian Worch die Stadt mit einem Aufmarsch heimsuchen.

Daniel Gollasch, Sprecher CSD LeipzigDaniel Gollasch, Sprecher CSD Leipzig

„Wir fordern die Stadt auf, jede Möglichkeit zu prüfen den Aufmarsch zu verhindern“, sagt Sprecher Daniel Gollasch. Viele Schwule und Lesben seien bereits Opfer rechtsextremer Gewalt geworden und es könne nicht sein, dass ihnen eine gemeinsame Anreise nach Leipzig mit Rechtsextremisten zugemutet werde, so Gollasch weiter.

„An eine geordnete CSD-Parade durch Leipzig, wo sich zu dem Zeitpunkt hunderte Neonazis, tausende Polizisten und Gegendemonstranten aufhalten werden, ist kaum zu denken. Daher muss die Stadt das einzig richtige tun und Christian Worch seinen Aufmarsch verwehren.“

Eine Verlegung des CSD kommt für die Organisatoren in Leipzig nicht in Frage. Zum Einen sei der Termin bundesweit bekannt, zum Anderen wolle man sich keinesfalls den Neo-Nazis unterordnen, sondern Courage zeigen.

Der CSD Leipzig steigt in diesem Jahr vom 14. bis 21. Juli 2007.

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