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09.08.07 19:20 Thorsten Dütsch

Rechtliche Absicherungen für Homo-Paare in den meisten EU-Ländern

In den meisten Ländern der Europäischen Union sind homosexuelle Paare durch Ehe oder eheähnliche Gemeinschaften abgesichert.

Erheblich Nachholbedarf gibt es aber noch in vielen osteuropäischen Mitgliedsstaaten, berichtet das österreichische Rechtskomitee Lambda. Die totale rechtliche Gleichstellung „formloser“ homosexueller Partnerschaften - ohne Ehe oder eingetragene Partnerschaft - haben Ungarn und Portugal verwirklicht. Auf die punktuelle Gleichstellung setzen die meisten neuen EU-Mitglieder in Osteuropa sowie Italien, Griechenland, Irland und Österreich. Die meisten „alten“ EU-Länder haben sich seit Ende der 80er Jahre hingegen für die Einführung einer eingetragenen Partnerschaft für Homosexuelle entschieden. Noch weiter gegangen sind die Niederlande, Belgien und zuletzt im Juni 2005 auch Spanien. In diesen Ländern wird Schwulen und Lesben auch die standesamtliche Eheschließung ermöglicht. In Spanien und in den Niederlanden dürfen sie auch Kinder adoptieren. Europäische Vorreiter waren in dieser Frage die Dänen, die 1989 als erster EU-Staat eine „registrierte Partnerschaft“ geschaffen haben, und die Niederländer, bei denen Schwule und Lesben seit April 2001 standesamtlich heiraten können. In Österreich wird zur Zeit über ein Modell beraten, welches sich am deutschen Recht der Eingetragenen Lebenspartnerschaft orientiert.

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