Konsequenzen aus Überfällen
Ansprechpartner bei der Polizei gefordert
VelsPol Deutschland wiederholt eine Forderung nach Ansprechpartnern für Homosexuelle bei der Polizei.
Maik Exner-Lamnek vom VelsPol-Bundesvorstand. Foto: © VelsPol
Nach den schweren
schwulenfeindlichen Übergriffen in Berlin Tiergarten und Reinickendorf, bei dem fünf Menschen Opfer von Raubüberfällen geworden sind, fordert VelsPol Deutschland wiederholt eine Initialisierung von Ansprechpartner für gleichgeschlechtliche Lebensweisen in der Polizei. „Wir sind fest der Überzeugung, dass diese brutalen Überfälle am Wochenende
keine Einzelfälle aus Berlin sind. Gewaltstraftaten gegenüber Lesben und Schwule finden einfach täglich in Deutschland statt“, erklärt
Maik Exner-Lamnek vom VelsPol-Bundesvorstand.
Studien des Berliner Anti-Gewalt-Projekts MANEO zufolge würden 90 Prozent der gegen Homosexuelle motivierten Straftaten nicht bei der Polizei angezeigt. Spezielle Ansprechpartner könnten hier gegensteuern und durch verschiedenste Aktionen das möglicherweise verlorenen Vertrauen der Opfer zur Polizei wieder herstellen, so Exner-Lamnek.
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