Österreich
Sanitäter wegen seiner Sexualität gekündigt?
Ein ehrenamtlicher Sanitäter des österreichischen Samariterbundes wirft der Rettungsorganisation vor, ihn wegen seiner Homosexualität ausgeschlossen zu haben.
In einem Schreiben wird ihm „unehrenhaftes Verhalten“ vorgeworfen. „Als unehrenhaft wird vom Samariterbund meine Homosexualität angesehen. Dies nehme ich nicht hin, weil es rechtswidrig ist und eine Diskriminierung darstellt“, so der Sanitäter. Er will dagegen jetzt vor Gericht klagen.
Symbolfoto
Die Samariter dagegen wehren sich gegen den Vorwurf, man habe den Mitarbeiter wegen seiner Homosexualität gekündigt. Das sei „kompletter Schwachsinn“, heißt es. Auch sei der Sanitäter nicht gegen seinen Willen geoutet worden, erklären die Samariter weiter. Die Homosexualität des Mannes sei schon seit vielen Jahren bekannt gewesen.
Vielmehr habe der Sanitäter mit Schulungsteilnehmern aus einer Verantwortungsposition heraus Privatkontakte gepflegt, die von den Leuten nicht gewollt gewesen seien, erklären die Samariter. Zudem habe es auch interne Reibereien ob des Führungsstils und der Ausdrucksweise des Sanitäters gegeben.
Der angekündigten Klage sehen die Samariter gelassen entgegen. „Wir sind uns keiner Schuld bewusst. Es ist alles rechtens“, heißt es abschließend.
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