Nur 30 Demonstranten gegen Bushido
Nur 30 Schwule und Lesben haben am Samstag in Berlin gegen den Auftritt des homophoben Rappers Bushido auf einem Anti-Gewalt-Konzert demonstriert.
Sie forderten auf Transparenten Toleranz und Gewaltfreiheit für Lesben und Schwule auch in der Schule. Zugleich zeigten sie auf Tafeln gewaltverherrlichende Zitate aus Bushido-Texten. Mitglieder der AG schwule Lehrer der Gewerkschaft GEW haben am Rande der Veranstaltung Flugblätter verteilt, auf denen sie an die Jugendlichen appellierten, die Liedtexte des umstrittenen Musikers zu lesen. Berlins Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD) wies im Vorfeld Forderungen nach einem Auftrittsverbot zurück. Der Politiker betonte, dass er niemandem im Voraus den „prinzipiellen guten Willen“ absprechen werde, „sich in dieser wichtigen Sache zu engagieren“. Der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) reagierte auf die Äußerungen mit Unverständnis. Sie seien „unverantwortlich“, betonte LSVD-Sprecher, Alexander Zinn. Die Hass-Texte gegen „Schwule, Frauen und andere Gruppen“ seien bekannt und würden seit Wochen diskutiert. Bushido hatte sich bei seinem Auftritt am Samstagabend vor dem Brandenburger Tor abfällig gegenüber protestierenden Schwulengruppen geäußert und ihnen den ausgestrecktem Mittelfinger gezeigt.
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| abfällige Äußerungen | 01.09.2007 |
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