Reformbereitschaft?
Neuer Katholiken-Chef für mehr Offenheit
Der neue Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Zollitsch, hat sich gegen Denkverbote beim Thema Zölibat ausgesprochen und für eine Öffnung der katholischen Kirche für „neue gesellschaftliche Milieus“ plädiert.
Erzbischof Zollitsch. Foto: Wikipedia
„Diese Äußerungen eröffnen Chancen für Versöhnung und Annäherung“, so der Grünen-Politiker Volker Beck. Er hoffe, dass diese Öffnung auch die Sexuallehre der Kirche umfassen wird. „Die Themen Kondomgebrauch zur HIV-Prävention, Homosexualität und wiederverheiratete Geschiedene bedürfen dringend einer Neubewertung im Lichte christlicher Barmherzigkeit. Ich hoffe, dass der neue Vorsitzende der Bischofskonferenz hier den Dialog mit den Gläubigen seiner Kirche und der Gesellschaft aufnehmen wird“, so Beck weiter.
Der 69-jährige Zollitsch hatte Kardinal Lehmann abgelöst, der nach 21 Jahren das Amt an der Spitze der Deutschen Bischofskonferenz aus gesundheitlichen Gründen aufgegeben hat.
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