Michael-Schmidpeter-Preis ausgelobt
Zum zweiten Mal hat Lambda Bayern, der Dachverband der lesbisch-schwulen Jugendarbeit in Bayern, den Michael-Schmidpeter-Preis ausgelobt.
Der diesjähige Michal-Schmidpeter-Preis setzt den Themenschwerpunkt „Sport“.
Durch den Preis sollen Akzeptanz und Toleranz gegenüber Homosexuellen in der Schule gefördert, sowie Schüler und Lehrer welche sich darum bemühen geehrt werden. Noch bis zum 30. Juni
können Beiträge eingereicht werden. Die Preisträger werden im feierlichen Rahmen am 24. Juli in Nürnberg geehrt.
„Gerade im Sport ist Homosexualität noch immer ein Tabuthema. Wie steht es eigentlich wirklich um die viel beschworenen „Kampflesben“, aus denen jeder Frauenfußballverein bestehen soll? Oder andersherum – wie ist es wohl so, als schwuler Junge im Handballverein zu spielen? Durch den Sportschwerpunkt wollen wir besonders auf diese Problematik hinweisen“, erklären die Organisatoren.
Aber auch Einsendungen, die den Sportschwerpunkt nicht setzen, sind herzlich willkommen, heißt es. Ob Filmprojekt, Theatergruppe oder Schülerzeitung: Viele Medien sind denkbar mit denen sich jungen Menschen an ihrer Schule kreativ mit dem Thema Homosexualität Auseinandersetzen können.
Michael Schmidpeter beging vor zwei Jahren Selbstmord. Der gleichnamige Preis soll Homophobie an Schulen abbauen.
Hintergrund
Michael Schmidpeter war gerade mal 17 Jahre alt, als er am 7. Juni 2006 den Freitod wählte. Er war ein intelligenter, lebenslustiger Junge, mit dem ehrgeizigen Ziel Fußballschiedsrichter zu werden, bis er sich plötzlich in einen gleichaltrigen Schulkameraden verliebte. Michael war einer von vielen, die im Coming-Out-Prozess keinen Ausweg mehr fanden.
Damit sein Tod nicht so sinnlos erscheint, machen seine Eltern seine Geschichte öffentlich, um vielleicht das Leben anderer junger Menschen zu retten. lambda::bayern unterstützt sie dabei und schreibt den Michael-Schmidpeter-Preis aus, um gerade an den Schulen, aber auch in der Familie und Gesellschaft dieses wichtige Thema ins Gedächtnis zu rufen und die Toleranzfähigkeit zu verbessern.
Zum ersten Mal ist der Preis im Juni 2007 verliehen worden.
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