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18.05.08 20:12 Thorsten Dütsch

Regelmäßige Studien über Homophobie

Das Berliner Anti-Gewalt-Projekt Maneo begrüßte am Freitag einhundert Tagungsgäste zu seiner dritten internationalen Konferenz, die in diesem Jahr unter der Überschrift „Wie kommt Licht ins Dunkelfeld – Können Schwule vor Übergriffen besser geschützt werden“ stand.

So oder so ähnlich attackiert wurden schon 12 Prozent der befragten Schwulen.
Quelle: photocaseSo oder so ähnlich attackiert wurden schon 12 Prozent der befragten Schwulen. Quelle: photocase

Entsprechende Lokaler LinkStudien zu homophober Gewalt sollen in regelmäßigen Abständen und auf internationaler Ebene durchgeführt werden. Bei der Erfassung von homophober Gewalt muss die Motivation des Täters und nicht die tatsächliche sexuelle Orientierung des Opfers im Vordergrund stehen. Im Gerichtsverfahren soll der Täter mit seiner homophoben Haltung konfrontiert werden. Es gilt, im Rahmen einer konsequenten Strafverfolgung, an der Homophobie des Täters anzusetzen. Außerdem sollen Ansprechpartner für gleichgeschlechtliche Lebensweisen bei den Polizeien aufklärend und sensibilisierend nach innen in die Behörden wirken.

Berlins schwuler Bürgermeister Klaus Wowereit ist Schirmherr der MANEO-Aktionstage. Foto: Olga Bandelowa (Wikipedia)Berlins schwuler Bürgermeister Klaus Wowereit ist Schirmherr der MANEO-Aktionstage. Foto: Olga Bandelowa (Wikipedia)

Offiziell entsandte Vertreter von Polizeien, Regierungsbehörden und Organisationen aus Frankreich, Polen, Spanien, den Niederlanden, Belgien, Irland und Israel sowie zahlreichen deutschen Bundesländern nutzten die MANEO-Werktstatt 3 als konstruktives Forum zum Erfahrungsaustausch und zur Stärkung des Netzwerkes. „Die Globalisierung und der europäische Einigungsprozess zwingen uns, die Herausforderungen grenzüberschreitend anzugehen“, erklärte MANEO-Projektleiter Bastian Finke.

Berlins regierender Bürgermeister Klaus Wowereit, unter dessen Schirmherrschaft die MANEO-Aktionstage anlässlich des Internationalen Tages gegen Homophobie stehen, sowie Bundesjustizministerin Brigitte Zypries würdigten die Konferenz in ihren Grußworten als wegweisend.

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