Opferschutzzentrum
MANEO kritisiert mangelnde Unterstützung
Mit Verwunderung reagiert das schwule Berliner Anti-Gewalt-Projekt MANEO die Forderung des Landeschefs der Gewerkschaftspolizei, ein Opferschutzzentrum einzurichten.
„Es existieren erfahrene Projekte, die jedoch aufgrund eklatant unzureichender Förderung kaum mehr als Alibifunktionen erfüllen. Statt eines neuen Opferschutzzentrums fordern wir eine deutlich bessere Förderung der bestehenden Vereine und Projekte, die sich in ihrer Arbeit bewährt haben“, so Bastian Finke, MANEO“-Projektleiter in einer Mitteilung.
Im Jahr 2007 hat MANEO über 400 Gewaltopfer beraten und unterstützt, obwohl hier nur eine feste hauptamtliche Stelle existiert. Viele der Betroffenen waren Opfer von Hassgewalt gegen Homosexuelle mit zum Teil erheblichen Verletzungen. MANEO habe wiederholt an die zuständige Senatsverwaltung appelliert, seine Arbeit um eine Dreiviertel-Stelle aufzustocken. Ein Antrag, der von Grünen, FDP und CDU im Abgeordnetenhaus im letzten Jahr unterstützt wurde, wurde von der zuständigen Senatsverwaltung abgelehnt, so Finke in einer Mitteilung.
Übrigens: MANEO führt in diesem Jahr zurzeit zum zweiten Mal die große
Umfrage zum Thema Gewalt gegen Schwule durch.
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