1558 Leser 0 Kommentare
07.05.08 15:26 Thorsten Dütsch

Ehrenmal

Magnus-Hirschfeld-Ufer in Berlin eingeweiht

In Erinnerung an den ersten Kämpfer gegen Homophobie und Verfolgung in Deutschland ist am Dienstag in Berlin das Spreeufer zwischen Luther- und Moltkebrücke nach dem Sexualwissenschaftler Magnus Hirschfeld benannt worden.

Die Neubenennung geht auf eine Lokaler LinkInitiative des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg zurück. Axel Hochrein vom LSVD begrüßt die Neubenennung. Dennoch könne dieses Ereignis aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Wiedergutmachung für die Zerschlagung der gesamten Lesben- und Schwulenbewegung durch die Nationalsozialisten noch ausstehe, erklärte er.

Michael Kauch, offen schwuler Bundestagsabgeordneter der FDPMichael Kauch, offen schwuler Bundestagsabgeordneter der FDP

FDP-Politiker Michael Kauch fordert weitere Taten. So solle der Bundestag endlich Wort halten und eine Magnus-Hirschfeld-Stiftung auf den Weg bringen, sagte er. „Obwohl der Bundestag bereits im Jahr 2000 einstimmig eine Erklärung verabschiedet hat, die zum Ausdruck gebracht hat, dass es sich bei der Verfolgung von Homosexuellen während des Dritten Reiches um typisch nationalsozialistisches Unrecht handelt, sind bislang keine weiteren Schritte unternommen worden“, so Kauch weiter. Die FDP-Fraktion hatte bereits im Februar 2003 einen entsprechenden Gesetzentwurf in den Deutschen Bundestag eingebracht und will dieses Thema im Parlament weiter verfolgen.

PRIDE1aktuell – stündlich einfach besser informiert

Schreibe den ersten Leserkommentar zu diesem Artikel

Zu diesem Artikel hat noch niemand einen Leserkommentar geschrieben. Um selbst einen Kommentar zu schreiben, musst du eingeloggt sein.