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06.08.07 19:54 Thorsten Dütsch

LSVD will Bushido-Auftritt verhindern

Eine Anti-Gewalt-Kampagne der Jugendzeitschrift „Bravo“ steht in der Kritik, weil der Berliner Rapper Bushido als Botschafter für die Initiative auftritt.

Die Grünen und der LSVD Berlin-Brandenburg kritisieren die Entscheidung für Bushido, weil er sich in seinen zu Gewalt an Schwulen aufruft. Bushido engagiere sich zwar auch gegen Gewalt in der Schule, propagiere jedoch in seinen Texten Gewalt gegen Schwule, so ein Sprecher der Grünen in der Netzeitung. Birk weist hier ausdrücklich auf homosexuelle Schüler hin, die sehr gefährdet seien, Opfer homophober Gewalt zu werden. Der Geschäftsführer des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg (LSVD), Alexander Zinn, forderte Bushido auf, sich „klar und deutlich von seinen Hass-Texten“ zu distanzieren. „Ein Auftritt dieses Rappers bei einem Konzert gegen Jugendgewalt käme ansonsten einer Verhöhnung aller Gewalt-Opfer gleich“, so Zinn in einer Mitteilung. „Wenn der Sänger sich nicht glaubwürdig distanziere, sei er als Botschafter gegen Jugendgewalt völlig inakzeptabel“, so Zinn weiter. Auch Dominik Frohn von der Schwulen und Lesbischen Aufklärung in NRW (SchLAu) bezeichnete Bushido als inakzeptablen Botschafter. „Seine Texte sind homophob, frauen- und menschenfeindlich! Wissenschaftlich ist in vielen Bereichen die Wirkung von Sprache auf Denken nachgewiesen. So kann auch die sprachliche Gewalt, die in solchen Liedern formuliert wird, zur Grundlage für manifeste Gewalt werden und sich in so genannten „hate crimes“ niederschlagen.“, sagte er in einer Mitteilung. Neben Bushido sollen bei dem am 25. August geplanten Open-Air-Konzert vor dem Brandenburger Tor Mia, US5 und Sarah Connor auftreten.

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Kein neuer Beitrag RAP aber Richtig Offlinemicheal 07.08.2007
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