LSVD-Verbandstag am vergangenen Wochenende
Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) hat am Wochenende in Köln den jährlichen Verbandstag durchgeführt.
Der LSVD hielt am Wochenende seinen Verbandstag ab
Erstmalig äußerte sich die Leiterin der neu eingerichteten Antidiskriminierungsstelle des Bundes Dr. Martina Köppen vor einer schwul-lesbischen Öffentlichkeit. Köppen sagte, sie sehe sich als unparteiische Anwältin der Antidiskriminierungsarbeit.
Mit bewegenden Worten und Filmausschnitten erinnerte Nikolai Alekseev an die gewaltsame Niederschlagung des Moskauer CSD 2006. Der Organisator des Gay Pride verwies auf die Bedeutung der internationalen Unterstützung für die diesjährige Demonstration am 27. Mai. Schwule und Lesben in Russland seien auf die Teilnahme von europäischen Gästen und öffentliche Solidarität angewiesen.
Forderungen an die Politik
Die politischen Beratungen des Verbandstages wurden mit Resolutionen zur Gleichstellungs- und Menschenrechtspolitik abgeschlossen. So soll nach dem Willen des LSVD der Gleichheitsartikel des Grundgesetzes um die sexuelle Identität erweitert werden. Außerdem fordert der Verband die Bundesregierung auf, die steuerliche Benachteiligung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften zu beenden.
An diesem Verbandstag haben 100 Mitglieder teilgenommen.
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