LSVD Hessen begrüßt Antidiskriminierungslinie des Ministerpräsidenten
Wie der Lesben- und Schwulenverband in Hessen (LSVD) mitteilt, nimmt er mit Genugtuung zur Kenntnis, dass der Hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) Homosexualität nicht mehr tabuisieren und Homosexuelle in Hessen nicht mehr diskriminieren will.
Koch hatte sich in einem Interview in der Illustrierten BUNTE auf bemerkenswerte Weise zu Homosexualität und Homosexuellen geäußert: Anlass war das Outing der stellvertretenden Ministerpräsidentin und Schulministerin Karin Wolff. Sie hatte vor gut zwei Monaten ihre Liebesbeziehung zu einer Frau öffentlich gemacht. Im Bunte-Interview sagte Koch, dass er unterschiedliche Lebensformen achte. „Homosexuelle dürften nicht diskriminiert, Homosexualität darf nicht tabuisiert werden.“, so der Politiker weiter. Der LSVD Hessen hofft, dass sich diese neue Haltung nun in praktische Politik ausdrückt und auch von allen CDU-Abgeordneten im hessischen Landtag übernommen wird. Die erste Möglichkeit dazu biete sich nach Worten des LSVD im Hessischen Landtag bei der Anhörung des Rechtsausschusses nächste Woche Mittwoch zur Anpassung der Landesgesetze zur Lebenspartnerschaft. Der LSVD Hessen wird an der Landtagsanhörung teilnehmen. Der Bundessprecher des LSVD, Manfred Bruns, ist als Sachverständiger zur Anhörung geladen.
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