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27.07.08 09:25 Thorsten Dütsch

Von tödlich nach eher chronisch

Lebenserwartung mit HIV steigt

Die Lebenserwartung von Menschen mit HIV ist in den vergangenen Jahren durch die Kombinationstherapie stark gestiegen.

Das schreiben Aids-Experten im britischen Medizinjournal „The Lancet“. Demnach nahm die Lebenserwartung für HIV-Infizierte zwischen 1996 und 2005 um 13 Jahre zu. Den Berechnungen der Forscher zufolge habe ein 20-Jähriger, der sich zwischen 2003 und 2005 einer Kombi-Therapie unterziehe, durchschnittlich noch fast 50 Jahre zu leben. Das zeige, dass HIV und in der Folge Aids von einer tödlichen zu einer chronischen Krankheit entwickelt habe.

Sicher ist sicher. Foto: Tino (Photocase)Sicher ist sicher. Foto: Tino (Photocase)

Dennoch kann aber keine Entwarnung gegeben werden. Menschen mit HIV haben den Angaben zufolge noch nicht die normale Lebenserwartung. Scharfe Kritik üben die Experten zudem an die Schweizer Aids-Experten, die Sex ohne Kondom, für vertretbar halten, wenn die Patienten mit einer Kombinationstherapie behandelt werden und über längere Zeit keine Viren mehr im Blut nachgewiesen worden sind. Diese Empfehlung sei viel zu gefährlich.

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