Kolpingwerk will schwulen Mitarbeiter offenbar wieder einstellen
Das Kolpingwerk der Diözese Limburg verhandelt zurzeit offenbar über eine Rückkehr des Mannes an seinen alten Arbeitsplatz.

Wie der evangelische Pressedienst berichtet, hat das Kolpingwerk die fristlose Kündigung des schwulen Heimleiters zurückgenommen. Das Arbeitsgericht Frankfurt hatte die Kündigung im April für unwirksam erklärt. Laut Ansgar Dittmar, dem Rechtsanwalt des gekündigten
Mitarbeiters, habe das Kolpingwerk signalisiert, keine Berufung gegen das Gerichtsurteil einzulegen. Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) begrüßt das Einlenken des Kolpingwerks.
Dem Mitarbeiter ist gekündigt worden, nachdem die Leitung von einem Profil in einem schwulen Chat erfahren hat. Wie der Geschäftsführer des Kolpingwerks Limburg, Tomaschek, im PRIDE1 Interview erklärte, habe die Kündigung nichts mit der sexuellen Orientierung des Mitarbeiters zu tun gehabt. Der Mitarbeiter verstoße gegen die katholische Glaubens- und Sittenlehre, weil er in seiner Position als Heimleiter in der Jugendarbeit nach Sexdates gesucht habe.
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