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26.02.08 09:05 Thorsten Dütsch

Köln

Jugendzentrum „anyway“ kämpft ums Überleben

Besucher des Kölner Jugendzentrum anyway will beim Jugendhilfeausschuss der Stadt erreichen, dass das Jugendzentrum aus der Trägerschaft des „Sozialwerks für Lesben und Schwule e.V.“ entlassen und verselbstständigt wird.

Das „anyway“ ist bundesweit das größte Jugendzentrum, speziell für junge Lesben, Schwule und deren FreundInnen von 12 bis 25 Jahren.Das „anyway“ ist bundesweit das größte Jugendzentrum, speziell für junge Lesben, Schwule und deren FreundInnen von 12 bis 25 Jahren.

Seitdem der Vorstand des Trägervereins im Oktober 2007 überraschend neue Geschäftsführer einsetzte, und erfahrene Pädagogen austauschte, haben Besucher des Zentrums immer häufiger vor verschlossenen Türen gestanden. „Wir haben kein Vertrauen mehr in den Trägerverein und bezweifeln, dass unser Wohl an erster Stelle steht“, sagte eine Besucherin. „Die schwul-lesbische Jugendarbeit in Köln geht den Bach runter“, ergänzt sie weiter.

Da der Trägerverein auf einen offenen Brief mit rund 120 Unterschriften betroffener Jugendlicher nicht reagierte, wenden sich die Besucher des Jugendzentrums nun an den Jugendhilfeausschuss der Stadt Köln. „Wir hoffen, dass dieser destruktive Zustand bald ein Ende findet“, so die Sprecher der Besucher des Jugendzentrums.

Das „anyway“

Das Externer Linkanyway feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Jubiläum. Bei der Gründung im Jahr 1998 war es das deutschlandweit erste Projekt seiner Art. Seitdem ist es die wichtigste Anlaufstelle für schwule und lesbische Jugendliche, die durch pädagogische Begleitung in ihrem Selbstfindungsprozess unterstützt werden.

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