Paradies für Lesben und Schwule
Israel als Beispiel für Homo-Rechte
Zum 60. Geburtstag des Staates Israel hat die gemeinnützige Organisation „The Israel Project“ die Vorreiterrolle Israel bei den Rechten für Schwule und Lesben hervorgehoben.
So sind in Israel die Rechte Homosexueller gesetzlich geschützt, sie dürfen heiraten und auch Kinder adoptieren. Zudem dienen sie in der Armee und werden von einer großen Mehrheit der Gesellschaft respektiert, heißt es. Lediglich ultra-orthodoxe Juden versuchen die Rechte gleichgeschlechtlich Liebender zu beschneiden. Dazu wurden auch diskriminierende Äußerungen über Homosexuelle seitens ultra-orthodoxer Knesset-Abgeordneten laut. In Reaktion auf den heftigen Widerstand haben einige orthodoxe Juden, die sich selbst zu ihrer Homosexualität bekennen, im Februar dieses Jahres eine Kampagne gestartet, deren Ziel es ist, religiösen Homosexuellen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.
Begründet wird die breite Akzeptanz mit der jungen und ereignisreichen Geschichte des Staates. Zum einen bilde die Familie einen integralen Bestandteil der jüdischen Gesellschaft in Israel. Daher neigen Eltern eher dazu, ihre schwulen, lesbischen, bisexuellen oder transsexuellen Kinder so zu akzeptieren wie sie sind, als den Familienzusammenhalt zu gefährden. Weil Israel ein kleines Land ist, leben Familienmitglieder nicht weit von einander entfernt, ein starkes soziales Netz macht das Leben in der Anonymität fast unmöglich. Zum anderen blicken Juden auf Jahrhunderte lange Erfahrungen des Verfolgt seins zurück und sind daher eher aufgeschlossen gegenüber dem Schicksal von Homosexuellen, die während des Holocaust gleichfalls verfolgt und ermordet wurden.
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