Intersexuelle klagt gegen ihren Arzt
Weil sie offenbar ohne ihr Wissen zum Mann operiert wurde, verklagt eine Düsseldorfer Krankenpflegerin in einem Präzedenzfall ihren Chirurgen.
Der Arzt hatte ihr im Alter von 17 Jahren nicht funktionierende Eierstöcke und die Gebärmutter entfernt. Bei der Geburt waren die Genitalien nicht eindeutig erkennbar und man deutete die sehr große Klitoris als einem Penis. Ein Fehler, wie heute feststeht. Denn das Genmaterial verweist auf zwei X-Chromosomen, also weiblich. Nach der Entfernung gab man dem Opfer Hormone, um als Junge weiter zu leben. Von alle dem habe sie nie etwas erfahren, bis sie die Akten anforderte. Erst seit dem weiß Christiane Völling dass sie intersexuell geboren wurde. Das sind Menschen, die nicht mit eindeutigem Geschlecht auf die Welt kommen. Schätzungen zufolge leben in Deutschland etwa 80.000 Intersexuelle. Sie haben sich schon immer als Frau gefühlt, sagt die Krankenpflegerin. Wie der Prozess ausgeht, ist noch völlig unklar.
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