Polen
Initiative gegen homosexuelle Propaganda geplant
Der polnische Vizepremier und Bildungsminister Roman Giertych will eine neue homophobe Initiative starten.
Der polnische Bildungsminister Giertych will homosexuelle „Propaganda“ bestrafen
Schuldirektoren und Pädagogen sollen bestraft werden, wenn sie „Werbung“ für Homosexualität in Schulen und Jugenderholungszentren gestatten. Als Strafe drohen Entlassung, Geldbußen und sogar Gefängnis. Damit stellt sich Giertych gegen Bemühungen der polnischen Regierung, das homophobe Image des Landes loszuwerden. Das neue Gesetz soll bereits im kommenden Schuljahr in Kraft treten.
Politiker von Giertychs Regierungspartei betonen, dass Homosexuelle genauso respektiert werden sollen wie heterosexuelle Menschen. Man könne aber nicht erlauben, dass sie in Schulen Jugendliche überzeugen, dass eine Familie, die von gleichgeschlechtlichen Menschen gebildet wird, sich vom klassischen Familienmodell nicht unterscheide, so ein Abgeordneter gegenüber der polnischen Tageszeitung „Dziennik“.
Sollte das Gesetz in Kraft treten, werde man in Schulen nicht mehr im Einklang mit den Richtlinien zur Antidiskriminierung der EU unterrichten können, schreibt die Zeitung weiter. Laut EU-Recht ist eine Diskriminierung wegen sexueller Orientierung untersagt.
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