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01.09.07 13:10 EnjoyCoke

Homosexuelleninitiative Wien protestiert gegen Papstbesuch

„Cave Canem“: Hüte Dich vor dem Hund - diese römische Warntafel hat sich die Homosexuelle Initiative Wien (Hosi) als Vorbild genommen, um in einer Plakatkampagne vor dem Besuch von Papst Benedikt XVI. in Österreich zu warnen.

Der Flyer der HOSI Wien zum Papst-Besuch.Der Flyer der HOSI Wien zum Papst-Besuch.

Unter dem Motto „Cave Benedictum“ versucht man, einem befürchteten „Konservatismusschub“ durch die Visite des Kirchenoberhaupts vorzubauen, so Hosi-Chef Christian Högl. Unter dem Motiv des in lila gehaltenen Papstes wurde der Wahlspruch „Gegen Homophobie, für Nächstenliebe“ platziert. Die Plakate und Flugblätter werden nun in Szenelokalen ausgelegt.

Der Grund für die Aktion sei, dass Benedikt XVI. sich bereits in seiner Zeit als Kardinal immer sehr feindselig und ablehnend gegenüber Homosexualität geäußert habe. Deshalb warne die Hosi davor, dass sich der oberste Katholik in die derzeit heikle innenpolitische Diskussion zur Einführung von eingetragenen Lebenspartnerschaften einmischen könnte.

„In dieser kritischen Phase befürchten wir, dass, wenn sich der Papst hier negativ äußert, unsere Bemühungen torpediert werden“, so Högl. Der Papst habe sich in dieser Frage bereits massiv in Spanien und Italien eingemischt, erinnerte Hosi-Mitarbeiterin Helga Pankratz. Deshalb habe man auch prophylaktisch vornehmlich an SPÖ-Regierungsmitglieder entsprechende Briefe versandt, damit man gegebenenfalls den Papst in die Schranken weise und ihm Kontra gebe.

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