Europisches Jahr der Chancengleichheit
Homosexuelle Migranten treffen sich 2008 in Köln
Anlass für dieses Symposium ist das vom Europäischen Parlament und vom Rat der Europäischen Union ausgerufene „Europäische Jahr der Chancengleichheit für Alle“ als Beitrag zu einer gerechten Gesellschaft.
Das Logo des Europäischen Jahres.
In der Zeit vom 2. bis zum 4. Mai 2008 findet in Köln ein interkulturelles Symposium zur Förderung des interkulturellen Dialogs mit Lesben und Schwulen mit Migrationshintergrund statt. Organisiert wird das Symposium von der Selbsthilfeorganisation ERMIS, der griechischen lesbisch-schwulen Gemeinschaft im LSVD, die in diesem Jahr ihr 10-jähriges Jubiläum feiert. Es soll den Bürgerinnen und Bürgern der Europäischen Union ihre Rechte in Bezug auf Nichtdiskriminierung und Gleichbehandlung deutlicher bewusst machen.
In vielen EU-Ländern immer noch massive Benachteiligungen
Die Aktionen konzentrieren sich auf Diskriminierungen, denen bestimmte Menschen aufgrund ihrer ethnischen Herkunft, ihrer Religion oder ihrer Weltanschauung, ihres Alters, ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Ausrichtung oder einer Behinderung ausgesetzt sind. Bei einer Umfrage der EU wurde festgestellt, dass gerade in südlichen europäischen Ländern, wie Griechenland, Portugal oder Zypern die sexuelle Orientierung noch immer ein Tabuthema sei. Die Mentalität und Einstellung der Landsleute im Heimatland spiegelt sich auch in der traditionell orientierten Anschauungsweise der in Deutschland lebenden Migranten größtenteils wider. Lesben und Schwule nichtdeutscher Herkunft erleben somit häufig mehrfache Diskriminierung sowohl als „Ausländer“ als auch aufgrund ihrer sexuellen Identität. Gleichzeitig können sie von ihren „Landsleuten“ kaum Unterstützung erwarten, da Homosexualität in ihrer Herkunftskultur meist noch weniger akzeptiert wird als in der deutschen Gesellschaft. Das gilt auch besonders für Schwule und Lesben mediterraner Herkunft.
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