Gegen Diskriminierung
Homosexualität im Sport als Studiengang
Homosexualität ist im Sport eines der letzten großen Tabuthemen. Sportpsychologe Professor Dr. Martin Schweer nähert sich dem Thema von wissenschaftlicher Seite mit einem neuen Weiterbildungsstudiengang Sportpsychologie an der Hochschule Vechta.
"Auch die Wissenschaft hat sich dieser Thematik bislang kaum gestellt“, sagt der Professor der Hochschule Vechta. „Aus diesem Grund wissen wir noch viel zu wenig über die tatsächlichen Probleme von homosexuellen Sportlern.“ Wie viele Sportler beenden vorzeitig ihre Karriere, um Diskriminierungen zu entgehen? Wie häufig ringen sie sich zu einem Doppelleben durch? Welchem Druck aus dem sozialen Umfeld müssen sie standhalten?
Gerade bei
Mannschaftssportarten wie Fußball sei Homosexualität nicht selten Anlass für Witze, Spott und Abwertung in den Umkleidekabinen der Spieler, erläutert Schweer. Eine Tendenz, die sich auch immer wieder bei den Fans zeige - „schwul“ gilt als ein durchaus beliebtes Schimpfwort, und das nicht nur auf dem Trainingsplatz von Kindern und pubertierenden Jugendlichen. Die derzeit
anlaufende Diskussion biete die Chance, konstruktiv über Möglichkeiten der Anti-Diskriminierung nachzudenken, sie biete aber auch gesellschaftlich die Chance zu einer kritischen Selbstreflektion - warum sind homosexuelle Lebensentwürfe immer noch so bedrohlich für weite Teile der Bevölkerung?
Fragen zum Studiengang kannst Du direkt an Prof. Dr. Martin Schweer stellen. Schreib an
martin.schweer@uni-vechta.de.
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