Homophobie in Deutschland wieder auf dem Vormarsch
Laut einer aktuellen Studie ist der Anteil der Deutschen, die Homosexualität für unmoralisch halten, von fast 17 auf rund 22 Prozent gestiegen.
Am Arbeitsplatz haben drei Viertel aller Schwulen und Lesben bereits Diskriminierung erlebt, 10 Prozent sogar körperliche Übergriffe. Mehr als jeder dritte Schwule wurde in den letzten zwölf Monaten beschimpft, bedroht oder geschlagen. Bei Schwulen unter 18 Jahren waren es sogar zwei Drittel.
„Es ist erschreckend, wie stark sich antischwule und lesbenfeindliche Ressentiments unter Jugendlichen etabliert haben“, so eine SPD-Politikerin in Lübeck zum CSD am Samstag. Über die Hälfte der homosexuellen Jugendlichen haben angegeben, dass sich Gleichaltrige über sie lustig machen und schlecht reden. Mehr als jeder Vierte hat sogar angegeben, dass auch Lehrer bei Schwulenwitzen mitgelacht hätten.
Das Thema Homosexualität sollte daher in die Lehrpläne aufgenommen werden, heißt es weiter. „Die Schulen sollen objektiv und wertfrei darüber aufklären, dass Homosexualität eine Ausprägung menschlicher Sexualität ist, die weder eine Krankheit, noch eine Perversion oder gar ein Verbrechen darstellt. Es muss gewährleistet werden, dass sich jeder und jede in der Schule wohlfühlt und in keiner Weise Diskriminierung ausgesetzt wird.“
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