Hamburger Hotel setzt Schwule vor die Tür
Das Hamburger „Arcadia Hotel Belmondo“ verweigerte kürzlich der Vereinigung „Schwule Eisenbahnerfreunde“ die Nutzung eines bis dahin ihnen zur Verfügung stehenden Raumes.
Die neue Geschäftsführerin ließ die Gruppe des Raumes verweisen. Sie gab an, dass das „Arcadia Hotel Belmondo“ zukünftig nicht mehr als „Gayfriendly“ bezeichnet werden wolle. Aus dem Eingangsbereich wurden Aufkleber, die die Regenbogenflagge zeigten, entfernt. Farid Müller, Schwulen- und Lesbenpolitischer Sprecher der Grünen in Hamburg bezeichnete den Rausschmiss als unerhört. „Nach meiner Meinung sollte in unserer Stadt kein Platz für Gastronomen sein, die Lesben und Schwule diskriminieren“, so der Politiker. Der neue Eigentümer des früheren Hotel Arcadia, die österreichische Hotelgruppe „austrian hotel company“ plant in Deutschland zu expandieren. Neben der Übernahme des Hotel Arcadia ist der Bau eines weiteren Hauses in Hamburg sowie von Hotels in Köln und Berlin geplant. Müller sagte weiter: „Wer in den Lesben- und Schwulenmetropolen Deutschlands investieren will, sollte sich nicht unfreundlich gegenüber Lesben und Schwulen verhalten. Der Vorfall zeigt, wie unterschwellige Diskriminierung funktioniert. Er beweist, dass auch und gerade in Hamburg immer noch viel gegen Ungleichbehandlung zu tun ist.“
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| Erst Freund jetzt Unerwünscht | 10.08.2007 |
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