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26.06.08 14:26 Thorsten Dütsch

Gewalt gegen Homosexuelle nimmt zu

Obwohl seit Jahren intensiv mit Kampagnen für mehr Akzeptanz und Toleranz gegenüber Schwulen und Lesben geworben wird, nimmt die Gewalt gegen Homosexuelle weiter zu.

So oder so ähnlich attackiert wurden schon 12 Prozent der befragten Schwulen.
Foto: photocaseSo oder so ähnlich attackiert wurden schon 12 Prozent der befragten Schwulen. Foto: photocase

Das ist das Ergebnis der Jahresbilanz des Berliner Anti-Gewaltprojekts Externer LinkMANEO. Oft fange es mit dummen Sprüchen an, bevor die Lokaler LinkTäter handgreiflich werden. Daher müssten Sprüche auf dem Schulhof wie „Blöde Schwuchtel“ genauso unterbunden werden wie offene Gewalt, erklärt Bastian Finke, MANEO-Projektleiter.

Zwar habe sich die rechtliche Lage Homosexueller in Deutschland verbessert, doch die Akzeptanz in der Gesellschaft gegenüber Schwulen und Lesben sei nicht überall gleich, so Renate Rampf vom LSVD. „Mehr Toleranz führt zu einem größeren Sicherheitsgefühl, so dass Schwule und Lesben sich mehr und offener in der Öffentlichkeit zeigen. Durch diese verstärkte Sichtbarkeit von Homosexuellen fühlen sich Gegner eher gedrängt, etwas zu tun und verstärken ihre Übergriffe“, erklärt sie.

Für sie steht fest: auch fast 40 Jahre nach dem ersten Homo-Aufstand in New York gegen die Willkür der Polizei in der Bar „Stonewall Inn“ in der Christopher Street, ist Toleranz noch immer nicht selbstverständlich. Jede Generation müsse sich Respekt und Akzeptanz neu erarbeiten und aneignen.

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