Gedenken an schwul-lesbische Opfer im Iran
Die internationale schwul-lesbische Gruppe baraka und die Gay Homeland Foundation luden am Donnerstagabend zu einer Demonstration ein, bei der sie an die schwul-lesbischen Opfer des Ajatollah-Regimes im Iran erinnerten.
Die Gedenkveranstaltung in Köln fand unter Beteiligung von etwa 35 Vertretern schwul-lesbischer Gruppen am Mahnmal für die lesbischen und schwulen Opfer des Nationalsozialismus am Rheinufer in Köln statt. Genau zwei Jahre zuvor, am 19.07.2005 waren zwei homosexuelle Jugendliche im Iran öffentlich hingerichtet worden.
Volker Beck war eine Stunde in Moskau in Polizeigewahrsam
Zwei Tage vor der Demonstration wies der Grünen-Politiker Volker Beck darauf hin, dass sich im Iran erneut eine Verschlechterung der ohnehin miserablen Menschenrechtslage abzeichne und das Regime seine Bevölkerung terrorisiere. Es müsse alles getan werden, um die bevorstehenden Hinrichtungen von zwanzig Personen im Iran zu unterbinden. Das habe er in einem Schreiben sowohl an den iranischen Botschafter in Berlin als auch an Bundesaußenminister Steinmeier deutlich gemacht.
Zwanzig homosexuelle Männer sollen hingerichtet werden
Die iranische Regierung hat angekündigt, in Kürze die Männer wegen „moralischer Vergehen“ nach islamischem Gesetz hinzurichten. Ein Sprecher des iranischen Justizministeriums erklärte gegenüber dem britischen „Guardian“, die Todesstrafe werde wegen „Vergewaltigung, der Beleidigung der Religion und Homosexualität“ angewendet.
„Feldzug für die Moral“
Vor kurzem habe die Regierung einen „Feldzug für die Moral“ begonnen und alleine im Mai über tausend Männer aus meist sozial schwachen Gegenden festgenommen. Auch in der russischen Hauptstadt Moskau haben schwul-lesbische Aktivisten vor der iranischen Botschaft demonstriert.
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