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12.06.08 13:00 Kai Tillmann

Drohungen gegen Homosexuelle

Sorge vor Homophobie in Gambia

Die Menschenrechtsorganisation „Human Rights Watch“ (HRW) hat Gambias Präsidenten Yahya Jammeh in einem Brief aufgefordert, seine Drohungen gegen Homosexuelle zurückzunehmen.

Yahya Jammeh ist seit 1994 Staatspräsident des westafrikanischen Staates Gambia. Foto: WikipediaYahya Jammeh ist seit 1994 Staatspräsident des westafrikanischen Staates Gambia. Foto: Wikipedia

Die Organisation zeigt sich besorgt über seine Reden, in denen er zur Gewalt gegen Homosexuelle aufgerufen hatte. Das teilt Scott Lang, Direktor des HRW-Programms für die Rechte von Homosexuellen, gegenüber PRIDE1 mit.

Jammeh hatte im Mai während einer öffentlichen Veranstaltung alle Schwulen und Lesben aufgefordert, das Lokaler LinkLand im Westen Afrikas binnen 24 Stunden zu verlassen. Sollte dieses nicht geschehen, hätten sie mit ernsthaften Konsequenzen zu rechnen. So soll er gedroht haben, Homosexuelle zu köpfen.

In Gambia ist Homosexualität verboten und wird staatlich verfolgt. Nach Jammehs Äußerungen sind HRW-Angaben zufolge mindestens drei Schwule wegen homosexuellen Verhaltens verhaftet worden.

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