Drohungen gegen Homosexuelle
Sorge vor Homophobie in Gambia
Die Menschenrechtsorganisation „Human Rights Watch“ (HRW) hat Gambias Präsidenten Yahya Jammeh in einem Brief aufgefordert, seine Drohungen gegen Homosexuelle zurückzunehmen.
Yahya Jammeh ist seit 1994 Staatspräsident des westafrikanischen Staates Gambia. Foto: Wikipedia
Die Organisation zeigt sich besorgt über seine Reden, in denen er zur Gewalt gegen Homosexuelle aufgerufen hatte. Das teilt Scott Lang, Direktor des HRW-Programms für die Rechte von Homosexuellen, gegenüber PRIDE1 mit.
Jammeh hatte im Mai während einer öffentlichen Veranstaltung alle Schwulen und Lesben aufgefordert, das
Land im Westen Afrikas binnen 24 Stunden zu verlassen. Sollte dieses nicht geschehen, hätten sie mit ernsthaften Konsequenzen zu rechnen. So soll er gedroht haben, Homosexuelle zu köpfen.
In Gambia ist Homosexualität verboten und wird staatlich verfolgt. Nach Jammehs Äußerungen sind HRW-Angaben zufolge mindestens drei Schwule wegen homosexuellen Verhaltens verhaftet worden.
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