Nach Gay-Hochzeit
Franzose verliert Staatsbürgerschaft
Ein schwuler Franzose, der nach der Hochzeit seines holländischen Partners die niederländische Staatsbürgerschaft angenommen hat, hat seine französische Staatsangehörigkeit aberkannt bekommen.
Heterosexuelle Paare dürfen laut Abkommen beide Staatsangehörigkeiten behalten und würden eine doppelte Staatsbürgerschaft erhalten. Frankreich erkennt aber die Ehe zwischen Schwulen und Lesben nicht an. Erfahren hat er das erst, als er sich im Konsulat in Amsterdam für die französischen Präsidentschaftswahlen eintragen lassen wollte, heißt es in französischen Medienberichten. „Ich habe das Gefühl, dass mir meine Heimat, meine Wurzeln, mein Erbe verwehrt werden“, so der Mann. Die Organisation „SOS Homophobie“ bezeichnet den Entzug der Staatsbürgerschaft als besondere Beleidigung und fordert die Pariser Regierung auf, ihm die französische Staatsangehörigkeit zurückzugeben.
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