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04.07.08 10:11 Kai Tillmann

Schwule und Lesben

EU fordert Gleichbehandlung

Agentur für Grundrechte der EU hat einen besseren Schutz von Schwulen und Lesben vor Diskriminierung angemahnt und hierzu strengere Gesetze gefordert.

Die Europaflagge.Die Europaflagge.

Außerdem fordert die Agentur die siebenundzwanzig EU-Mitgliedsstaaten auf, Homo-Ehen oder eingetragene Partnerschaften rechtlich genauso zu behandeln wie die Hetero-Ehe. Bisher gebe es lediglich in achtzehn EU-Staaten einen ausreichenden rechtlichen Schutz für Homosexuelle. „Gleichbehandlung ist ein Grundrecht, das alle Mitglieder unserer Gesellschaft genießen sollten“, sagte der Direktor der EU-Agentur, Morten Kjaerum. Homophobie und Diskriminierung sei eine Sache, die jeden etwas angehe. In der gesamten EU gibt es zurzeit nur drei Staaten, in denen die Ehe für Homosexuelle geöffnet wurde – Belgien, Niederlande und Spanien.

Außerdem fordert die EU-Agentur ein härteres Vorgehen gegen Hassreden und gewalttätige Übergriffe gegen Schwule und Lesben. Den Angaben zufolge mangelt es in sieben EU-Staaten besonders an Gesetzen zur rechtlichen Gleichstellung Homosexueller, darunter Griechenland, Italien und Portugal.

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