668 Leser 0 Kommentare
11.05.07 14:16 Thorsten Dütsch

ESC-Halbfinale: Schlappe für Westen

Der Osten Europas hat sich wieder einmal beim Halbfinale des Grand Prix durchgesetzt.

Dass der Eurovision Song Contest unberechenbar ist, dass sagen uns Kommentatoren und Journalisten Jahr für Jahr. Genau das haben die Fernsehzuschauer Europas auch wieder am Donnerstag im Halbfinale erleben dürfen. Die westlichen Länder hatten keine Chance – nicht ein einziges konnte für das Finale genügend Stimmen für sich vereinen. Und das, obwohl sogar recht eingängige Titel dabei waren.

Der Schweizer DJ Bobo ist beim ESC-Finale nicht dabei © edelDer Schweizer DJ Bobo ist beim ESC-Finale nicht dabei © edel

Da wäre DJ Bobo aus der Schweiz. Sein „Vampires are alive“ sorgte in der Heimat für Furore. Trotz Popularität in ganz Europa ging er leer aus. Neben der Schweiz ist Österreich auch nicht mit dabei. Der Titelsong zum größten AIDS-Charity-Event, dem Life Ball, „Get a life – get alive“ von Eric Papilaya schaffte es nicht weiter. Auch der glamourös-schrille Auftritt, des gerade bei Schwulen beliebten Travestie-Künstlers DQ aus Dänemark fiel beim Publikum durch. Dabei war sein Titel „Drama Queen“ ein echter Kandidat für die vorderen Plätze des Finales.

Freude gibt es dagegen im Osten Europas – Georgien, Slowenien, Ungarn, Lettland, Bulgarien, Belarus, Mazedonien, Serbien, die Türkei und Moldawien – sie alle lösten das Finalticket.

Weiter geht es nun am Samstagabend im Finale. Wenn es nach den Buchmachern geht, gewinnt in diesem Jahr übrigens ein osteuropäisches Land. Ganz vorne liegt die Ukraine mit der Kunstfigur Verda Seduchka und ihrem grotesken Travestie-Schlager „Dancing lasha tumbai“, Serbien sowie Weißrussland.

Beim deutschen Beitrag von Roger Cicero teilen sich die Meinungen. Aber wie heißt es ja so schön: der Eurovision Song Contest war schon immer für eine Überraschung gut und am Ende gewinnt ein Land, das niemand auf der Rechnung hatte.

PRIDE1aktuell – stündlich einfach besser informiert

Schreibe den ersten Leserkommentar zu diesem Artikel

Zu diesem Artikel hat noch niemand einen Leserkommentar geschrieben. Um selbst einen Kommentar zu schreiben, musst du eingeloggt sein.