Drohende HIV-Epidemie in Afghanistan
Nach Ländern Zentral- und Südasiens droht jetzt auch Afghanistan von einer HIV-Epidemie erfasst zu werden.
Foto: Photocase.de
Eine Gruppe von Forschern schlägt Alarm, berichtet das „Deutsche Ärzteblatt“ in seiner Onlineausgabe. Grund: während früher die Droge Opium hauptsächlich geraucht oder oral konsumiert wurde, soll sich jetzt jeder sechste die Droge spritzen.
Forscher untersuchten 464 Drogenkonsumenten aus der Hauptstadt Kabul: Jeder zweite gab an, die Nadeln mit anderen Drogenkonsumenten auszutauschen, drei von vier hatten Kontakt zu Prostituierten und jeder vierte der fast ausschließlich männlichen Konsumenten hatte Sex mit Männern oder Kindern, berichten die Forscher.
Von ihnen sind 14 HIV-positiv. Das entspricht 3 Prozent, jeder Dritte wurde auf Hepatitis C positiv getestet. Nach Angaben dere Forscher ist Hepatitis C hier oft ein Vorbote von HIV. Die US-Forscher fordern deshalb eine Ausweitung der HIV/Aids-Präventionsprogramme, die derzeit nur mit 10 Millionen US-Dollar von der Weltbank gefördert würden.
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