Religiöse Gefühle verletzt?
Debatte um CSD-Verbot in Israel
Im israelischen Parlament wurde ein Gesetzesvorschlag beraten, der vorsieht, dass in Israels Hauptstadt Jerusalem Gay-Paraden strikt verboten werden sollen.
In einer turbulenten Sitzung im zuständigen Knessetausschuss stritten orthodoxe und liberale Politiker und Vertreter des Homoverbandes über die jährlichen CSD-Paradenmärsche in Jerusalem. Jegliche Demos oder Märsche, die religiöse Werte und Gefühle verletzen, sollen in Zukunft in Jerusalem nicht mehr erlaubt sein.
Ein orthodoxer Schass-Abgeordneteri konnte 40 Knessetabgeordnete für seine Petition gewinnen und hat somit die erste Abstimmung für seinen Vorschlag erfolgreich überstanden. „Jerusalem ist eine heilige Stadt, die Stadt des jüdischen Tempels“, sagte der Politiker gegenüber dem Magazin „Israel heute“. „So wie die Katholiken den Vatikan vor Gräueln bewahren und die Moslems Mekka, so bestehen wir darauf, dass in Jerusalem Homos und Lesben nicht für ihre Sünden werben“, sagte er weiter.
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