Demo gegen CSD-Verbot
Homo-Aktivisten demonstrieren in Moskau
Trotz Verbots haben am Wochenende Homosexuelle in Moskau für ihre Rechte demonstriert.
Demonstrationen zum CSD-Verbot 2007 in Moskau. Foto: © GayRussia
Dabei wurden sie,
wie schon im vergangenen Jahr, von Rechtsradikalen angegriffen. Dreizehn Menschen, davon die meisten rechtsradikale Schläger, wurden AFP-Angaben zufolge von der Polizei verhaftet. Sie hatten die homosexuellen CSD-Teilnehmer mit Fäusten und Fußtritten angegriffen. Vor dem Rathaus der russischen Hauptstadt haben einige Mitglieder der russisch-orthodoxen Kirche eine Gegendemo abgehalten.
Der diesjährige CSD ist von Moskaus Bürgermeister zum dritten Mal verboten worden, obwohl der neue russische Präsident, Dimitri Medwedew sich gegen das Verbot ausgesprochen hat. Die Homo-Aktivisten rund um Nikolai Alexejew
klagen daher vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.
Der Grünen Politiker wurde 2006 auf dem CSD in Moskau attackiert.
„Ich appelliere an die Moskauer Behörden, die Rechte der Lesben und Schwulen auf Versammlungsfreiheit endlich zu respektieren und warne vor ungesetzlichen Übergriffen der Staatsmacht“, erklärte der Grünen-Politiker Volker Beck. Er ist in den vergangenen beiden Jahren in Moskau dabei gewesen, wurde
von Rechtsradikalen attackiert und
von der Polizei verhaftet.
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