Gegen Homophobie im Fußball
Schwul-lesbische Fanclubs bem CSD in Köln
Die „Queer Football Fanclubs“ wollen nun auch der schwul-lesbischen Community vor Augen führen, dass Fußball und Homosexualität sehr wohl zusammenpassen.
Logo des schwul-lesbischen Fanclubs „Andersrum Rut-Wiess“ des 1. FC Köln.
Mit einem bunten Wagen beim Christopher-Street-Day in Köln am kommenden Sonntag wollen die
schwul-lesbischen Fanclubs gemeinsam mit der schwulen Fußballmannschaft „Cream-Team-Cologne“ und dem Benefiz-Fußballturnier „Come-Together-Cup“ den vielen hunderttausend Zuschauern am Straßenrand ihre Fußball-Begeisterung vermitteln. „Wir werden einen eher schwulen-untypischen, aber dennoch gewohnt CSD-typisch humorvollen Wagen haben“, sagt Organisator Andreas Stiene, Gründer des schwul-lesbischen FC Köln-Fanclub
Andersrum Rut-Wiess. „Der Fußball wird klar im Vordergrund stehen.“
Insgesamt werden an der Formation über einhundert Fußballer und Fans beteiligt sein. Die Dekoration des Wagens wird zu einem großen Teil vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) finanziert. „Wir sind dafür außerordentlich dankbar“, sagt Andreas Stiene. Der
DFB setze damit ein weiteres Zeichen gegen Diskriminierung im Fußball.
Die Queer Football Fanclubs bestehen aus inzwischen fünfzehn offiziell anerkannten schwul-lesbischen Fußball-Fanclubs. Sie haben alle das gemeinsame Anliegen, auf die Existenz von schwulen und lesbischen Fans dort hinzuweisen, wo gegnerische Spieler aus den Stehblöcken heraus als „schwul“ beschimpft werden und es noch
kein Profi gewagt hat, sich als homosexuell zu outen: in den Fußballstadien.
Der Christopher-Street-Day in Köln ist das größte schwul-lesbische Straßenfest Europas. Die Parade startet am Sonntag, dem 6. Juli, um 12 Uhr. Laut Veranstalter kamen in den letzten Jahren jeweils zwischen 650.000 und 1.000.000 Gäste zur Parade.
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