Cologne Pride 2008
LSVD veranstaltet Vortrag zu Homophobie
Zum bevorstehenden Cologne Pride veranstaltet der LSVD Köln nächste Woche Freitag einen Vortrag über homophobe Äußerungen bekannter Persönlichkeiten.
Hierbei werden beispielsweise die
Texte von Bushido, Prof. Ratzingers Verlautbarungen der Vatikanischen Glaubenskongregation,
Prof. Dieter Stoltes Gleichsetzung von Homosexualität und Drogensucht, aber auch Truman Capotes (scheinbar) stolzes Bekenntnis „Ich bin süchtig, ich bin schwul, ich bin ein Genie“ thematisiert. Diese Äußerungen seien Teil eines homophoben Auslöschungsdiskurses, dessen Macht durch die Einzelpersonen hindurchgeht, ihre Sicht auf schwul-lesbische Identitäten prägt und zuweilen auch auf das Ende der Menschen mit diesen Identitäten, etwa durch Mord beziehungsweise Selbstmord, hinwirke, teilt der LSVD Köln mit.
„Dieser Diskurs muss erklärt und durchschaut werden. Erst dann kann eine humane Gesellschaft sich seiner erwehren, zumal dieser Diskurs für lesbische Frauen eine besonders zerstörerische Variante bereithält, die des totalen Verschweigens“, so der LSVD Köln weiter. Als Referent konnte der Literaturwissenschaftler Rolf Füllmann gewonnen werden.
Termin
Freitag, den 27. Juni, Beginn 19:30 Uhr im Gemeindesaal der Antoniterkirche (hinter dem Café Stanton), Antoniterstraße 14-16, 50667 Köln.
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