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04.08.08 10:11 Thorsten Dütsch

FC Köln Trainer

Daum distanziert sich von homophoben Aussagen

Der Trainer des Bundesligisten 1. FC Köln, Christoph Daum, hat sich in einem Gespräch mit dem schwul-lesbischen Fanclub „Andersrum rut-wiess“ deutlich von seinen schwulenfeindlichen Äußerungen distanziert.

Fußballtrainer Christoph Daum. Foto: © Magnus Gertkemper (Wikipedia)Fußballtrainer Christoph Daum. Foto: © Magnus Gertkemper (Wikipedia)

Kindesmissbrauch sei ein allgemeines, zu verurteilendes gesellschaftliches Problem und habe nichts mit der sexuellen Orientierung zu tun, so Daum im Gespräch mit den schwul-lesbischen Fans des FC Köln. Es sei nie seine Absicht gewesen, gleichgeschlechtliche Lebensformen als pädophil darzustellen. Den Angaben zufolge habe Daum unmissverständlich deutlich gemacht, dass er diese Äußerungen so hätte nicht abgeben sollen, dies entspräche überhaupt nicht seiner Lebenseinstellung. Er betonte, dass es seine innerste Überzeugung sei, alles für die Integration zu tun. Daum ermunterte den Fanclub ‚Andersrum rut-wiess“ mit ihm gemeinsam in Zukunft integrative Aktionen durchzuführen und sich gegen Homophobie in deutschen Stadien zu wenden.

Fanclub-Initiator Andreas Stiene und Mitglied Patrik Maas zeigten sich darüber erfreut: „Wir danken dem Trainer für seine Offenheit, respektieren seine Entschuldigung und haben uns persönlich von seiner offenen und toleranten Einstellung überzeugt. Wir freuen uns, dass er uns künftig bei Aktionen gegen die Diskriminierung von Lesben und Schwulen im Fußball unterstützen will.“

Daum hatte im Mai in einem Interview mit dem DSF Lokaler LinkHomosexuelle mit Kinderschändern in Verbindung gebracht.

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