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08.05.08 21:29 Kai Tillmann

Italien

Neuer Bürgermeister Roms gegen „Gay Pride“

Der neu gewählte Bürgermeister der italienischen Hauptstadt Rom, Gianni Alemanno, will den „Gay Pride“ verbieten.

Die lesbische Organisation Arcilesbica auf dem italienischen „Gay Pride“ in Grosseto (2004). Foto: di Giovanni Dall’Orto (Wikipedia)Die lesbische Organisation Arcilesbica auf dem italienischen „Gay Pride“ in Grosseto (2004). Foto: di Giovanni Dall’Orto (Wikipedia)

Ich respektiere die Homosexuellen, ich befürchte aber, dass die „Gay Pride“-Parade eine Form von sexuellem Exhibitionismus ist. Und ich bin gegen jegliche Form von Exhibitionismus, sowohl hetero-, als auch homosexuell“, sagte der rechtsgerichtete Politiker. Zugleich bestritt der Bürgermeister, dass seine Mitte-Rechts-Allianz grundsätzlich gegen Homosexuelle sei. In seiner Allianz herrsche eine liberale Kultur, die keineswegs das Verhalten, die individuellen Rechte und den Schutz der Privatsphäre infrage stelle, so Allemano weiter.

Die Homo-Gruppe Arcigay hat den Bürgermeister auf das Schärfste kritisiert. „Die „Gay Pride“-Parade ist keineswegs Exhibitionismus, sondern eine Veranstaltung, bei der man über die Rechte der Homo- und Transexuellen diskutiert“, sagte der Präsident von Arcigay, Fabrizio Marrazzo. Arcigay fordert, dass im Schulunterricht mehr Toleranz gegenüber Homosexuellen gelehrt werden solle.

Bei der geplanten Parade am 7. Juni werden Hunderttausende Schwule und Lesben erwartet, die für mehr Toleranz, Akzeptanz und die Einführung der Homo-Ehe demonstrieren.

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